Nachdem das erste synthetische Vitamin in einem Labor entstand, dachte man, dass von nun an eine tägliche Einnahme einer bunten Pille genügen würde, um eventuelle Mängel an wichtigen Vitaminen auszugleichen. Es stellte sich jedoch ziemlich schnell heraus, dass künstlich hergestellte Vitamine und Mikroelemente nicht imstande sind, die natürliche Wirkung zu ersetzen.

Untersuchungen zu Vitaminen

Untersuchungen zu Vitaminen

Das XXI. Jahrhundert steht unter dem Zeichen von Forschungen, welche die Frage beantworten sollen, ob synthetische Vitamine vom menschlichen Organismus genauso gut aufgenommen werden können wie natürliche Vitamine. Bis heute ist es nicht gelungen, diese Frage eindeutig zu beantworten. Ein wertvoller Hinweis kann die Tatsache sein, dass die im Obst und Gemüse auftretenden Vitamine, nicht ihre einzigen Inhaltsstoffe sind. Meistens ist Obst auch reich an vielen anderen Verbindungen, die sich wesentlich auf eine bessere Aufnahmefähigkeit von Vitaminen auswirken.

Skorbut oder wo bleiben meine Zähne

Die Geschichte der Menschheit hätte vielleicht einen ganz anderen Lauf genommen, wenn nicht entdeckt worden wäre, dass die Segler, die Ozeane durchquerten, häufig unter ernsthaften Erkrankungen litten. Einige Monate nach Verlassen ihrer Heimathäfen wurden sie in der Regel von Müdigkeit und Apathie befallen, um danach von einer Reihe von immer schlimmer werdenden Beschwerden geplagt zu werden. Ihre Haut wurde trocken und rau. Jede noch so kleinste Wunde heilte nur mühsam. Sie litten an Zahnfleischwucherung gefolgt von Zahnausfall. Ihr Herzschlag wurde ungleichmäßig.

Wie sich später herausstellte, war die Ursache dieser Beschwerden ihre Ernährung, welche zu wenig bis gar kein Vitamin C enthielt. Dieser Mangel führte zu ernsthaften Krankheiten, die in manchen Fällen sogar zum Tod führten.

Gehen wir zum Marktstand und nicht in die Apotheke

Unter Berücksichtigung möglicher Probleme bei der Einnahme von synthetischen Vitaminen sollte man, statt zur Apotheke, einfach zum Markt gehen. Abgesehen von den geschmacklichen Vorzügen des Obstes, finden wir darin natürliche Vitamine und Mikroelemente.

Gemüse und Obst sollten mehrmals täglich verzehrt werden. So können dem Organismus den ganzen Tag lang natürliche Vitamine, Mineralstoffe und Flavonoide zugeführt werden.
Eine entsprechend ausgewogene Ernährung mit regelmäßigem Obstverzehr, unterstützt also die alltägliche Gesundheitspflege. Zumal, dass manche Vitamine (z.B. das eben genannte Vitamin C) vom menschlichen Organismus nicht gespeichert werden können und deswegen sukzessiv nachgeliefert werden müssen – beispielsweise durch den häufigen Verzehr von Gemüse und Obst – und darunter auch Beeren.

Was wird zu Beeren gezählt?

Was wird zu Beeren gezählt?

Die populärsten Beeren sind Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Johannisbeeren. Sie sind reichhaltige Quellen von den für unseren Organismus wertvollen Inhaltsstoffen – enthalten große Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und Antioxidantien. Dabei weisen Beeren einen niedrigen physiologischen Brennwert aus (wenig Kalorien). Und was enthalten sie genau?

Erdbeeren sind ein wichtiger Ernährungsbestandteil aktiver Menschen, da sie Eisen und Phosphor, wesentliche Mengen an Vitamin C, eine Reihe von Vitaminen des B-Komplexes und darunter B1, B2 und Vitamin PP enthalten.

Himbeeren enthalten organische Säuren und zeichnen sich durch einen besonders hohen Ballaststoffgehalt (Pektine) aus. Sie enthalten darüber hinaus viele Vitamine und Mineralstoffe – vor allem Magnesium, Kalzium und Eisen.

Schwarze Johannisbeeren weisen eine reiche chemische Zusammensetzung auf und enthalten viele wertvolle gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe und Vitamine, darunter große Mengen an Vitamin C, PP und E.

Die amerikanische Heidelbeere wiederum ist eine Quelle für Makroelemente wie: Phosphor, Kalzium, Magnesium, Natrium und Eisen. Außerdem ist sie eine reichhaltige Quelle für Vitamin A und C sowie für Antioxidantien. Sie enthält bedeutende Mengen an Natrium und Eisen, Thiamin, Riboflavin und Niacin.

Wenn Sie also das Schicksal von den bedauernswerten Seeleuten aus vergangenen Zeiten nicht teilen und unter den, aus einer unzureichenden Ernährung resultierenden, Krankheiten leiden möchten, dann schreiben Sie Vitamine an die erste Position Ihrer “Gut-für-meine-Gesundheit”-Liste ein. Zu beachten ist insbesondere die Tatsache, dass vor allem Kinder dem Vitaminmangel ausgesetzt sind. Und wie ergänzt man diese am besten? Natürlich oder künstlich? Stellen Sie sich die Frage anders – Vitamin C in der leckeren Johannisbeere oder in Pillenform? Die Antwort ergibt sich von selbst.