Der Anbau von Pflanzen wie Erdbeeren oder Himbeeren ist nicht unbedingt einfach. Vor allem deshalb, weil ihre zarten Früchte sehr empfindlich auf Feuchtigkeit, niedrige Temperaturen oder Krankheiten sind. Ihr Anbau erfordert daher sorgfältige Pflege.

Kleine Flächen

Erdbeeren oder Himbeeren können für den Eigenbedarf auch auf kleinen Flächen angebaut werden. Die Setzlinge werden im Frühling eingepflanzt. Die dafür vorgesehene Fläche muss frei von Unkraut sein. Nach dem Einpflanzen von Erdbeeren sollte das Beet regelmäßig gejätet werden. Bei kleineren Anbauflächen für den Eigenbedarf können die Pflanzen mit einem Zwiebelauszug bespritzt werden, der fungizid wirkt. Mit dem Bespritzen sollte begonnen werden, wenn die Pflanzen zu blühen beginnen.

Große Plantagen

Große Plantagen

Beim Einpflanzen von Erdbeeren auf Großplantagen sollten die betroffenen Flächen vorher ebenfalls von Unkraut befreit werden. In diesem Fall wird jedoch auch empfohlen, beispielsweise Unkrautvlies zu verlegen. Dieses wird vor dem Einpflanzen angewendet. Der Stoff ist auf dem Feld zu verlegen und gut am Boden zu befestigen. Anschließend werden „X”-Schnitte an jenen Stellen gemacht, wo die Erdbeeren eingepflanzt werden sollen. Dort sind die Setzlinge anzubringen. Statt Unkrautvlies kann auch Weizen- oder Roggenstroh verwendet werden. Zwischen den Setzlingen sollten Abstände von ca. 30-35 cm eingehalten werden und zwischen den einzelnen Beeten ca. 50-60 cm. Sandige Böden sorgen für Feuchtigkeit und auf schwerer Erde schützen sie vor hohen Temperaturen.

Welche Flächen sind zu vermeiden?

Das Einpflanzen von Erdbeeren in Becken oder an steilen Abhängen wird mit Sicherheit weniger ertragreich sein. In Oberflächenvertiefungen kann es zu Froststauungen kommen, in denen die Pflanzen den Winter nicht überdauern können. Steile Abhänge führen zu stärkerem Auswaschen der Pflanzen bei Regenfällen. Die beste Lösung ist also das Einpflanzen auf einer möglichst flachen Oberfläche.

Lohnt sich das Bespritzen?

Bei Großplantagen ist der Erwerb von Pflanzenschutzmitteln eine unvermeidbare Investition. Erdbeeren und Himbeeren sind sehr anfällig für Pilzerkrankungen, die den Ertrag verringern können. Die Erkrankungen befallen die Früchte sehr häufig, was dazu führt, dass sie sich nicht mehr zum Verzehr eignen. Gefährlich können auch die vorwiegend blätterfressenden Insekten werden. In so einem Fall sind Bespritzungen erst nach Auftreten anzuwenden. Manchen Pilzerkrankungen, wie dem Grauschimmel, muss bereits vor dem Auftreten von Symptomen vorgebeugt werden, weshalb die Pflanzen sofort nach Beginn der Blütezeit präventiv zu bespritzen sind.

Faktoren, die für die Qualität des Anbaus wichtig sind

Faktoren, die für die Qualität des Anbaus wichtig sind

Es gibt einige Faktoren, die die Rentabilität unserer Investition erhöhen können. Nicht zu vergessen ist dabei die Tatsache, dass Menge und Qualität geernteter Früchte unter anderem von Faktoren beeinflusst werden, wie der Qualität des Bodens, auf dem sie wachsen oder dem Sonnenbelichtungsniveau. Der Boden darf vor allem nicht zu sauer sein. Um das Erschöpfen des Bodens zu vermeiden, ist die Fruchtfolge einzuhalten und Unkraut zu bekämpfen. Auch falsches Düngen direkt nach dem Einpflanzen kann Schaden verursachen, weshalb die jeweiligen Anleitungen der Düngerhersteller dringend einzuhalten sind.

Sowohl großangelegter als auch auf kleinen Flächen betriebener Anbau von Beeren kann sich lohnen, jedoch nur unter der Bedingung der richtigen Pflege. Entsprechendes Düngen, ständiges Jäten, Einhalten der Fruchtfolge und ausreichende Plantagebewässerung sind ein sicherer Weg zum Erfolg.