Heidelbeeren

Heidelbeeren gelang es innerhalb der letzten paar Jahren die Gaumen der Verbraucher der ganzen Welt zu erobern. Genauer gesagt war es die amerikanische Heidelbeere, die auch als Blaubeere bezeichnet wird. Die Pflanze gehört der Familie der Heidekrautgewächse an, deren Sträucher mit stark ausgebreiteten Trieben und weißen Blüteneine Wuchshöhe von höchstens 2 m erreichen. Die Früchte zeichnen sich durch ihre besondere Größe aus – sie sind viel größer als die der Waldbeere. Dabei sind sie ihr geschmacklich ziemlich ähnlich, haben jedoch im Unterschied zu dieser kleineren Cousine keinen stark einfärbenden Saft. Die amerikanische Heidelbeere blüht in der zweiten Maihälfte und ihre Früchte reifen je nach Sorte ab Anfang Juli bis Ende September.

 

Anbau von Heidelbeeren

Die Heimat dieser populären Frucht sind die USA. Die Heidelbeere ist eine relativ junge Frucht. Noch im 19. Jahrhundert war sie auf dem amerikanischen Kontinent in freier Natur so weit verbreitet, dass ihre Ernte vollkommen ausreichte, um die damalige Nachfrage zu befriedigen. Die dynamische zivilisatorische Entwicklung und das rasante demografische Wachstum führten zu einem Anstieg der Nachfrage nach wild wachsenden Beeren. Die ersten Versuche, Heidelbeeren zu kultivieren, endeten jedoch mit einem Fiasko. Es lag an den spezifischen Anforderungen der Pflanze auf die Bodenacidität. Deswegen ist es der amerikanischen Heidelbeere erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts nach langjährigen Bemühungen von Botanikern gelungen, Einzug in die Obstgärten  zu erhalten.

Derzeit befinden sich über 80% der Anbauflächen der Heidelbeere in Nordamerika, hauptsächlich in den Vereinigten Staaten und in Kanada. Interessanterweise gelangt mehr als die Hälfte der hiesigen Ernten in die Verarbeitungsindustrie, wobei die Pflanzenart in beinahe allen anderen Teilen der Welt vor allem für den Markt der Dessertfrüchte hergestellt wird.

Polen ist der europagrößte und der weltweit drittgrößte (nach USA und Kanada) Hersteller von Heidelbeeren. Die ersten Kultivierungsversuche dieser Frucht in Polen fanden 1924 statt. Heutzutage ist 80 % der polnischen Herstellung für den Export bestimmt.

Heidelbeersorten

Das häufigste Unterscheidungskriterium für die unterschiedlichen Sorten der Heidelbeere ist die Reifungszeit der Früchte. Es wird zwischen frühen, mittelspäten und späten Sorten unterschieden.

Zu den populärsten Sorten gehören:

  • Earlublue, Bluetta, Patriot, Duke und Spartan gehören zu den am frühesten reifenden Sorten;
  • Bluejay, Bluecrop, sind mittelspäte Sorten,
  • Darrow, Brigitta und Bluegold reifen als die letzten.

eine Handvoll Heidelbeeren

 

Heidelbeeren in der Küche

Heidelbeeren finden zahlreiche kulinarische Anwendungen: als Zutaten zu Mahlzeiten, Cocktails oder Desserts. Darüber hinaus eignen sie sich ausgezeichnet zur Herstellung von Konfitüren, Marmeladen und Säften. Außerdem sind sie auch sehr beliebt als Füllung für Piroggen, Knödeloder als Zutat zu Nudelgerichten. Auf Basis dieser Früchte entstehen leckere Liköre, Sirupe und Weine. Meistens werden sie jedoch einfach frisch oder in getrockneter Form gegessen.

Heidelbeeren in der Küche

 

Sonstige Anwendungen der Heidelbeere

Heidelbeerfrüchte werden immer populärer als Inhaltsstoff von stark verbreiteten Kosmetikprodukten, z. B. in Südkorea oder Amerika, wo sie für gewöhnlich als „Hautnahrung” bezeichnet werden. Aufgrund ihres Vitamin- und Mineralstoffgehaltseignen sie sich ausgezeichnet als Inhaltsstoffe von regenerierenden Hautmasken oder Körperbutter. Da sie keinen so auffälligen Geruch haben wie Johannisbeeren, wird das neutrale Aroma von den Produkten, in denen sie verwendet werden, von vielen Verbrauchern bevorzugt.

verwenden Heidelbeeren